„Nicht anwesend“, „Kirchenasyl“: Mehr als die Hälfte der Abschiebungen in NRW scheitern

vor 5 Monaten

„Nicht anwesend“, „Kirchenasyl“: Mehr als die Hälfte der Abschiebungen in NRW scheitern
Bildquelle: NiUS

In Nordrhein-Westfalen sind im Jahr 2025 mehr Abschiebeversuche gescheitert als umgesetzt worden. Bis zum Stichtag 31. Oktober 2025 weist die Landesregierung 3.496 vollzogene Rückführungen und 4.020 gescheiterte Abschiebungen (in der Antwort als „Stornierungen“ bezeichnet) aus. Die Zahlen gehen aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Abgeordneten Enxhi Seli-Zacharias hervor.

Der Trend ist nicht neu: Schon 2024 wurden landesweit 3.674 Rückführungen vollzogen, während 4.421 Abschiebeversuche storniert wurden. 2023 lag das Verhältnis bei 2.959 Vollzügen zu 3.963 „Stornierungen“.

Besonders brisant wirken die Zahlen vor dem Hintergrund, dass die Abschiebungen in Nordrhein-Westfalen von Integrationsministerin Josefine Paul (Grüne) politisch verantwortet werden. Paul erntete scharfe Kritik wegen der gescheiterten Abschiebung von Issa al Hasan, dem Attentäter von Solingen, der beim „Festival der Vielfalt“ im August 2024 drei Personen erstach und acht weitere verletzte.

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