In der Sendung Markus Lanz vom Dienstagabend musste sich der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Sepp Müller, zum Krisentreffen der Parteispitzen am Wochenende äußern. Thema war auch die öffentliche Auseinandersetzung zwischen Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und Finanzminister Lars Klingbeil. Für Sepp Müller sei das lediglich ein öffentlicher Austausch von Argumenten gewesen, erklärte der CDU-Politiker bei Lanz.
Reiche hatte die Pläne der SPD hinsichtlich einer Übergewinnsteuer auf Mineralölunternehmen als verfassungsrechtlich bedenklich eingestuft. Dafür wurde sie vom CDU-Arbeitnehmerflügel heftig angegriffen. Christian Bäumler forderte sogar ihre Entlassung durch Bundeskanzler Friedrich Merz. Unterstützung erhielt die Wirtschaftsministerin vom Wirtschaftsflügel der CDU. Das Krisentreffen drohte zeitweise zu platzen, so berichtete es der Spiegel.
Müllers Versuch, die Situation herunterzuspielen, ließ Lanz nicht unkommentiert. „Das ist der entscheidende Punkt“, sagte der ZDF-Moderator. Sepp Müller verharrte mehrere Sekunden wort- und regungslos. „Öffentlich ausgetauscht“, betonte Lanz. Das gehöre ja in einer Demokratie dazu, entgegnete Müller. Eine Taskforce sei eingerichtet worden, der Bundeskanzler habe versucht, eine gemeinsame Position zu erzeugen.
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