New Yorks Mamdani zwischen den Fronten

vor 8 Monaten

New Yorks Mamdani zwischen den Fronten
Bildquelle: Tichys Einblick

Mit Zohran Mamdani haben die New Yorker einen bekennenden Moslem und Kommunisten zu ihrem Bürgermeister gewählt. Was vielen als Protest gegen das Establishment gilt, ist in Wahrheit Ausdruck der vielfältigen Spaltung westlicher Gesellschaften.

Auf den ersten Blick klingt es beinahe wie eine kitschige amerikanische Aufsteigergeschichte. Ein in Uganda geborener 34-jähriger mit indischen Vorfahren, wird zum Bürgermeister der Finanzmetropole New York gewählt.

Zohran Mamdani hat mit seiner Wahl am 4. November in der Tat ein kleines politisches Beben in den USA ausgelöst. Nach den verheerenden Präsidentschaftswahlen für seine Partei hat er den darniederliegenden Demokraten wenigstens medial ein wenig Leben eingehaucht.

Seine Wahlkampfkampagne, getragen von unterschiedlichen Ressentiments, die vom Kampf gegen die Reichen bis hin zum Widerstand gegen die vermeintliche Israel-Lobby reichten, hat vor allen Dingen bei jungen Wählern verfangen. Sie erhoffen sich von Mamdanis sozialistischer Agenda den Ausweg aus ihrer finanziellen Klemme, die in erster Linie in turmhohen Immobilienpreisen und hohen allgemeinen Lebenshaltungskosten zu finden ist.

Dass diese ökonomischen Verwerfungen Folgen staatlicher Dauerintervention, expansiver Geldpolitik und wachsender Distanz zur freien Marktwirtschaft sein könnten, wurde nicht weiter beleuchtet. In diese Erklärungsbredouille wollten die gewogenen Medien Mamdani dann doch nicht treiben.

Immerhin mehr als zwei Millionen Bürger der Stadt beteiligten sich an den Bürgermeisterwahlen und vervollständigten einen kleinen demokratischen Triumph, da zeitgleich auch in Virginia, New Jersey demokratische Kandidaten bei Gouverneurswahlen reüssierten.

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