LGBTQ-Flaggen, Trans-Vereine, Rechtsextremismus: Schulen werden immer mehr zu Orten der politischen Beeinflussung. Anstatt sich auf das staatliche Neutralitätsgebot zu besinnen, stellen Medien, Politiker und Vereine das Indoktrinationsverbot infrage. Der Vorwurf: Die Richtlinie werde von Rechten und der AfD für ihre eigenen Zwecken instrumentalisiert.
Wollen die Schüler der Gesamtschule Aachen-Brand über den Haupteingang in den ersten Stock gelangen, müssen sie eine Regenbogen-Diversitäts-Treppe überqueren. Dafür hat sich die „Vielfalts“-AG der Schule eingesetzt, heißt es in einer Reportage des WDR. Die AG besteht aus mehreren Schülern, wird aber von zwei Lehrern betreut. Bei der Planung des Projekts dachten die beiden Lehrkräfte zunächst an eine „kleine Treppe in einer Ecke“. Eine Lehrerin beschreibt gegenüber dem Westdeutschen Rundfunk ihre anfänglichen Bedenken: Es gebe an der Schule viele Meinungen und sie schließe Vandalismus nicht aus. Doch mittlerweile hat sie ihre Meinung geändert: „Jetzt find ichs eigentlich gut, dass wir das so schrill machen“. Die LGBTQ-Treppe wurde vom Schulleiter feierlich eröffnet. „Wenn man ehrlich ist, ist dieser Prozess nie abgeschlossen. Wir werden auch immer Einzelne nicht erreichen, das heißt, ‚Schule der Vielfalt‘ ist erstmal ein Ziel, ein hohes Ziel“, sagt der Schulleiter in der Reportage.
Die neu gestaltete Haupttreppe der Gesamtschule Aachen-Brand in den Farben der „Pride-Progress“-Flagge.
Seit zweieinhalb Jahren trägt die Gesamtschule das Siegel „Schule der Vielfalt“. Diese Auszeichnung ist Teil des Antidiskriminierungsprogramms des Landes Nordrhein-Westfalen, das sich dafür einsetzt, dass sich Schulen mehr gegen Homo- und Transphobie und für die Akzeptanz von unterschiedlichen Lebensweisen einsetzen. Durchgeführt wird das Programm von unter anderem dem CDU-geführten Ministerium für Schule und Bildung und den drei LGBTQ-Vereinen „Schlau“, „rubicon“ und „rosa strippe“. Diese drei Projekte werden wiederum gefördert vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration, das Josefine Paul (Bündnis 90/Die Grünen) untersteht.
Doch es gibt auch Widerstand gegen die Regenbogen-Treppe: Einige Schüler wollen sie nicht benutzen und wählen bewusst einen Umweg. Wer diese Schüler genau sind, wird in der Reportage nicht erwähnt.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











