Mohammed al-Baschir, der neue Regierungschef Syriens, appellierte an syrische Flüchtlinge weltweit, insbesondere in Deutschland, in ihr Heimatland zurückzukehren. „Mein Appell richtet sich an alle Syrer im Ausland: Syrien ist jetzt ein freies Land, das seinen Stolz und seine Würde wiedererlangt hat. Kommen Sie zurück“, so al-Baschir gegenüber der italienischen Zeitung Corriere della Sera.
Al-Baschir betonte, dass das Land nach dem Ende der Assad-Herrschaft nun Stabilität und Sicherheit wiederherstellen müsse. Er sieht die Rückkehrer als wichtige Ressource für den Wiederaufbau und die Entwicklung Syriens. „Wir müssen wieder aufbauen, wiedergeboren werden, und wir brauchen die Hilfe aller.“ Vor allen Dingen müsse die staatliche Autorität sowie das Gewaltmonopol wiederhergestellt werden. Nur so könne man die Bevölkerung zuverlässig in Arbeit bringen.
Der 1983 geborene Ingenieur hob jedoch auch die Herausforderungen hervor, vor denen die neue Regierung steht. Sie übernehme eine „kolossale, von Korruption durchsetzte Verwaltung“. Die finanzielle Lage des Landes sei desolat, da die syrische Währung kaum noch einen Wert habe. „Wir haben keine Devisen, und was Kredite und Anleihen betrifft, sammeln wir immer noch Daten“, so der neue Machthaber.
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