Neue Zahlen zeigen alarmierenden Trend: Lehrer und Praxismitarbeiter zunehmend Ziel von Gewalt

vor 3 Monaten

Neue Zahlen zeigen alarmierenden Trend: Lehrer und Praxismitarbeiter zunehmend Ziel von Gewalt
Bildquelle: NiUS

Deutschlands öffentliche Räume sind bedroht – und betroffen sind ausgerechnet jene, auf die die Gesellschaft besonders angewiesen ist. Lehrer, Ärzte, Pflegekräfte: Wer unterrichtet oder versorgt, sieht sich immer häufiger mit Gewalt konfrontiert. Zwei aktuelle Berichte zeichnen ein düsteres Bild: Übergriffe auf staatliche und gesellschaftliche Funktionsträger sind längst kein Ausnahmephänomen mehr, sondern entwickeln sich zunehmend zur Regel.

Besonders deutlich wird diese Entwicklung im Schulbereich. Für das Jahr 2024 – aktuelle Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für 2025 liegen noch nicht vor – wurden mehr als 1.200 Fälle einfacher Körperverletzung gegen Lehrkräfte erfasst, im Schnitt über drei pro Tag. Hinzu kommen zahlreiche schwerere Delikte, darunter gefährliche Körperverletzung und Raub. Innerhalb eines Jahrzehnts hat sich die Zahl der Übergriffe nahezu verdoppelt.

Dabei bildet die PKS nur einen Teil der Realität ab. Erfasst werden ausschließlich Taten, die unmittelbar im Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit stehen. Angriffe außerhalb dieses Kontexts tauchen in der Auswertung nicht auf. Grundlage der Zahlen ist eine Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion zur Sicherheit im öffentlichen Dienst.

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