Neue Shell-Jugendstudie: Die grüne Familienministerin Lisa Paus warnt vor einem „Umfeld, das nicht demokratisch ist“ – und will mehr Geld, um Minderjährige zu bekehren

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Neue Shell-Jugendstudie: Die grüne Familienministerin Lisa Paus warnt vor einem „Umfeld, das nicht demokratisch ist“ – und will mehr Geld, um Minderjährige zu bekehren
Bildquelle: NiUS

Pflichttermine von Ministern fallen in drei Kategorien: Es gibt schöne, schlimme und unvermeidliche Anlässe. Und es gab nun die Präsentation der neuen Shell-Jugendstudie, bei der die Bundesfamilienministerin Lisa Paus mit fatalistischer Miene nach Worten suchte und um Fassung rang.

So geschah es an diesem Dienstag in den Räumen der Bundespressekonferenz. Es war ein erhellendes Schauspiel. Die grüne Spitzenfrau trug ideologische Scheuklappen mit einer Korrektheit, die Schule machen dürfte. Ihre Devise lautete: Verfestigen sich aus Sicht der Regierung unerwünschte Wahlergebnisse, muss der Staat mehr Geld für die politische Bildung von Kindern und Jugendlichen in die Hand nehmen.

Gemeinsam mit Mathias Albert, dem Leiter der Shell Jugendstudie, präsentierte Lisa Paus die Ergebnisse.

Seit 1953 messen unabhängige Forscher dank des Engagements von Shell der deutschen Jugend den Puls. Wie schon beim bisher letzten Mal vor fünf Jahren wurden rund 2500 junge Menschen zwischen 12 und 25 Jahren befragt. Die Skizze einer Generation entsteht auf diese Weise. Von Einschätzungen und Sehnsüchten ist die Rede, von Überzeugungen und Ängsten. Aktuell etwa heißt es: „Trotz vielfältiger gesellschaftlicher Krisen blicken mit 56 Prozent so viele Jugendliche wie noch nie seit 2002 zuversichtlich auf die Zukunft der Gesellschaft.“ Zugleich aber ist die Unzufriedenheit mit der Politik groß – und zwar auf Feldern, die Lisa Paus nicht gefallen können.

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