Neue Netflix-Doku über Shirin David: Eine Karriere voller Widersprüche

vor 4 Monaten

Neue Netflix-Doku über Shirin David: Eine Karriere voller Widersprüche
Bildquelle: NiUS

Shitstorm, Chartplatz, Shitstorm. On Repeat. Willkommen im Kosmos von Shirin David, der vielleicht umstrittensten Popfigur Deutschlands. Am 13. März zeigt sie nun eine andere Seite von sich: In der Netflix-Dokumentation Barbara – Becoming Shirin David gewährt Shirin David einen seltenen Einblick hinter die Kulissen ihrer Karriere.

Sie gehört zu den erfolgreichsten deutschen Musikerinnen der Gegenwart – mit Millionen Followern auf Instagram und Millionen verkauften Tonträgern. Gleichzeitig steht Shirin David immer wieder im Zentrum von Kontroversen über Schönheitsoperationen, ihre feministische Selbstdarstellung, kriminelle Verbindungen ins Rapmilieu und fragwürdige Marketingkooperationen.

Geboren wird sie 1995 in Hamburg als Barbara Shirin Davidavičius, Tochter einer litauischen Mutter und eines iranischen Vaters. Nach der Trennung der Eltern wächst sie mit ihrer Schwester bei der Mutter in Bramfeld bei Hamburg auf, die großen Wert auf ihre künstlerische Ausbildung legt. Schon früh stehen Ballettunterricht und Gesang auf dem Programm. Shirin lernt außerdem Klavier und Violine und wird an der Jugend-Opern-Akademie der Hamburger Staatsoper ausgebildet.

In der frisch erschienenen Netflix-Dokumentation „Barbara – Becoming Shirin David“ beschreibt sie diese Jahre rückblickend als eine Phase, in der Freizeit kaum vorkam. Die Mutter habe ihre Töchter bewusst gefordert, weil sie ihnen Möglichkeiten eröffnen wollte, die sie selbst nicht hatte.

Ihre Schulzeit erlebt Shirin David alias Barbara als schwierig. Sie wird immer wieder Opfer von Mobbing und fühlt sich ausgegrenzt. In der Dokumentation erzählt sie, dass es sogar eine Online-Gruppe gegeben habe, die sich gegen sie richtete. Jahre später wird ausgerechnet YouTube zu der Bühne, auf der sie ihre eigene Geschichte neu schreiben kann.

„Bauch Beine Po“: Ironie über Schönheitswahn – oder doch Anleitung zur Selbstoptimierung?

Mit 18 Jahren startet sie ihren eigenen YouTube-Kanal. Soziale Medien steckten damals noch in den Anfängen. In den frühen 2010er-Jahren dominieren Beauty-Tutorials, Lifestyle-Vlogs und Challenges die Plattform. Viele junge YouTuber nutzen diese Formate, um sich erstmals eine eigene Community aufzubauen. So beginnt auch Shirin David. Mit ihrem übertriebenen Look fällt sie schnell auf, spricht offen über Make-up und ihr Aussehen. Im deutschen Internet sorgt das schnell für Diskussionen.

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