Der Rundfunk Berlin Brandenburg (RBB) sieht sich weiterhin mit Vorwürfen von Verschwendung und Vetternwirtschaft konfrontiert, die sich unter der ehemaligen Intendantin Patricia Schlesinger zugetragen haben sollen. Der Skandal, der mit luxuriösen Anschaffungen wie Massagesesseln und teuren Möbeln für Schlesingers Büro begann – alles finanziert aus den Rundfunkbeiträgen –, weitet sich laut neuen Erkenntnissen der Bild weiter aus. Nun rücken weitere Personen und mögliche Veruntreuungswege in den Fokus der Ermittler.
Besonders ins Visier der Ermittler gerät ein Bonussystem, das während Schlesingers sechsjähriger Amtszeit eingeführt wurde. Führungskräfte konnten darüber bis zu 25 Prozent ihres Grundgehalts als Bonus erhalten – abhängig davon, inwieweit sie vereinbarte Ziele erreichten. Insgesamt summierten sich diese Bonuszahlungen auf rund 1,5 Millionen Euro.
Im Jahr 2022, als der RBB den ARD-Vorsitz übernahm, wurde den Führungskräften eine Zulage von 1700 Euro pro Monat gewährt. Brisant ist dabei der Zeitpunkt: Die Zahlungen begannen nicht mit der offiziellen Amtsübernahme, sondern schon sechs Monate zuvor. Ob dies rechtlich haltbar ist, wird derzeit von den Ermittlungsbehörden überprüft.
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