NATO-Generalsekretär Mark Rutte rechnet damit, dass bei künftigen Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg auch über die Anerkennung von Russland kontrollierten Gebiete in der Ukraine gesprochen werden muss. „Wir müssen im Moment zur Kenntnis nehmen, dass Russland einen Teil des ukrainischen Territoriums kontrolliert“, sagte der Niederländer dem US-Sender ABC News. Nach einer möglichen Waffenruhe zwischen der Ukraine und Russland werde sich die Frage stellen, wie in territorialen Fragen sowie in Bezug auf Sicherheitsgarantien für die Ukraine verfahren werde. Zugleich stellte Rutte klar, die Ukraine sei ein souveräner Staat, welcher über seine geopolitische Zukunft selbst entscheiden sollte.
In territorialen Fragen sei es wichtig, zwischen einer „de facto“ und einer „de jure“ Anerkennung zu unterscheiden, sagte Rutte dazu weiter. Eine mögliche Einigung könne etwa festhalten, dass Russland faktisch bestimmte Gebiete kontrolliere, ohne dass diese Kontrolle rechtlich akzeptiert würde. Als Beispiel verwies er auf die jahrzehntelange Haltung des Westens zur sowjetischen Besetzung der baltischen Staaten. Eine Tatsache, unter der die Balten damals sehr litten.
Die Frage über die Zukunft der Ukraine könnte sich schon in wenigen Tagen entscheidend verändern: US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin werden sich am kommenden Freitag in Alaska zu ihrem ersten persönlichen Treffen seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine im Jahr 2022 treffen. Trump schrieb am Freitag auf Truth Social: „Das mit Spannung erwartete Treffen zwischen mir, als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, und Präsident Wladimir Putin, von Russland, wird nächsten Freitag, dem 15. August 2025, im großartigen Bundesstaat Alaska stattfinden.“
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