Argentinien hat in einer Richtungswahl den Kurs von Staatspräsident Javier Milei eindrucksvoll bestätigt: Die Partei des Präsidenten „La Libertad Avanza“ (zu Deutsch: Die Freiheit schreitet voran) hat bei der nationalen Zwischenwahl am Sonntag rund 41 Prozent der Stimmen erhalten – rund neun Prozentpunkte vor der linken Opposition, in Form der Wahlallianz „Fuerza Patria“ (zu Deutsch: Kraft für das Vaterland) und ihren regionalen Verbündeten. Der libertäre Präsident konnte damit die Umfragen widerlegen, die die Chancen seiner Partei deutlich geringer eingeschätzt hatten.
Die Hälfte des Abgeordnetenhauses und ein Drittel des Senats wurde neu gewählt – in beiden Kammern des Kongresses stellte Mileis Partei bislang nur eine kleine Minderheit. Das ändert sich nach den Wahlergebnissen vom Sonntag schlagartig: Der Block Mileis wird im Abgeordnetenhaus plötzlich die stärkste Fraktion sein – die Wahlallianz konnte von den zur Wahl stehenden 127 Sitzen 64 gewinnen. Die linke „Fuerza Patria“ konnte gemeinsam mit ihren Verbündeten nur 44 Sitze auf sich vereinen.
Die große Überraschung ereignete sich in der Provinz Buenos Aires – der bevölkerungsreichsten Provinz Argentiniens. Noch Anfang September hatte die linke Opposition bei den dortigen Regionalwahlen einen überraschend deutlichen Sieg mit über 13 Prozentpunkten Vorsprung vor „La Libertad Avanza“ eingefahren – eine heftige Klatsche für den Präsidenten. Bei den Wahlen am Sonntag konnte Mileis Partei selbst diese Provinz – eine Hochburg der linken Peronisten – knapp für sich entscheiden.
PUTINS KRIEG: Heftige Angriffe vor Nato-Gipfel! Russland feuert massiv auf Ukraine I WELT LIVESTREAM











