Wie es amerikanische Tradition ist, veröffentlicht jede neue Regierung zu Beginn ihrer Amtszeit eine Nationale Sicherheitsstrategie – ein strategisches Programm, das Budgetprioritäten und außenpolitische Leitlinien festlegt. Der größte Teil der neuen Sicherheitsstrategie befasst sich mit den zentralen Herausforderungen der Zeit: dem Kampf gegen Drogenhandel, unkontrollierte Migration und Chinas wachsende wirtschaftliche Dominanz in globalen Lieferketten.
Doch auch mit Europa beschäftigt man sich in einem Kapitel. Dabei kritisiert man insbesondere, wie die Europäer ihr Geld verwalten, ihre politische Führung wählen und immer wieder ineffiziente Strukturen beibehalten. Ziel Europas müsse es jedoch sein, „europäische Größe“ auf einen Kontinent zurückzubringen, der gegenwärtig von wirtschaftlicher Stagnation und der „düsteren Aussicht auf zivilisatorische Auslöschung“ geprägt sei.
Auf drei Seiten wirbt die amerikanische Regierung zudem offen für „patriotische europäische Parteien“ und spart nicht an Kritik. Angesprochen werden „instabile Minderheitsregierungen“, „der Verlust nationaler Identitäten und des Selbstvertrauens“ sowie die Europäische Union. So heißt es in dem Dokument weiter: „Wir wollen, dass Europa europäisch bleibt, sein zivilisatorisches Selbstvertrauen zurückgewinnt und seinen gescheiterten Fokus auf regulatorische Erstickung aufgibt.“
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