Bislang ist Bundesinnenministerin Faeser eine der wenigen Bundesministerinnen ohne ein Abgeordnetenmandat im Bundestag. Doch wenn es nach Faeser geht, könnte sich dies bald ändern. Die 54-jährige Sozialdemokratin plant, sich Ende November bei einer Wahlkreisdelegiertenkonferenz der SPD im hessischen Kelkheim im Taunus offiziell als Bundestagskandidatin nominieren zu lassen. Diese Information wurde von der Deutschen Presse-Agentur aus Kreisen der hessischen SPD bestätigt. Faeser, die derzeit kein Bundestagsmandat innehat, hofft auf einen vorderen Listenplatz, wenn die hessenweite SPD-Liste im Juni 2025 erstellt wird.
Das letzte Mal, als Faeser für ein Mandat in einem Parlament kandidierte, ist noch nicht lange her. Im Oktober 2023 wollte Faeser Ministerpräsidentin von Hessen werden. Als Spitzenkandidatin der SPD erlitt sie eine schwere Niederlage. Trotz des Wahlkampfs, der auf ihre Kandidatur als Ministerpräsidentin ausgerichtet war, konnte sie ihr Ziel nicht erreichen. Stattdessen blieb Boris Rhein von der CDU im Amt und führt nun eine Koalition mit der SPD an. Faeser entschied sich nach dieser Niederlage, weiterhin als Innenministerin im Bund zu bleiben.
Nach der Wahlniederlage in Hessen war Bundesinnenministerin Faeser zeitweise die unbeliebteste Politikerin Deutschlands. Laut dem INSA-Ranking im Oktober 2023 stürzte die Ministerin auf den letzten Platz. Mit Zustimmungswerten von lediglich 29,9 Prozent rutschte Faeser damals sogar hinter die ehemalige Linken-Chefin Wissler. Derzeit ist Faeser zwar nicht mehr Letzte im Politiker-Ranking, doch laut einer Forsa-Umfrage sind die Deutschen immer noch unzufrieden mit Faeser.
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