Beim traditionellen Treffen mit internationalen Nachrichtenagenturen im Rahmen des St. Petersburger Wirtschaftsforums (SPIEF) zeigte sich Putin gesprächsbereit: „Wenn der Kanzler Kontakt sucht, sind wir offen dafür.“ Es ist das erste Mal, dass sich der russische Präsident direkt zum CDU-Politiker äußert, seit dieser im Mai ins Amt gewählt wurde.
Doch das Angebot kam nicht ohne Drohungen. Sollte Berlin Taurus-Marschflugkörper bereitstellen, drohe „sehr schwerer Schaden“ für das Verhältnis zwischen Moskau und Berlin, so Putin. Seine Begründung: „Nur deutsche Offiziere können diese Waffe steuern.“ Damit wäre Deutschland laut Putin „faktisch Kriegspartei“. Tatsächlich würde eine Taurus-Lieferung – bislang von der Bundesregierung nicht beschlossen – aufgrund der nötigen Zielprogrammierung sensible Fragen der Beteiligung aufwerfen.
Putin wies zudem erneut die Idee zurück, Deutschland könne eine vermittelnde Rolle im Ukraine-Konflikt einnehmen. Für ihn steht die Bundesrepublik klar auf Seiten der Ukraine – nicht nur durch die Lieferung westlicher Panzer, sondern auch durch „deutsche Technik auf russischem Boden“, wie er mit Verweis auf Einsätze in der Region Kursk behauptete.
UKRAINE-KRIEG: Großangriff auf Kiew ‒ Putins Rache ist fürchterlich | WELT LIVESTREAM












