Nach der historischen Kanzlerwahl am Dienstag im Bundestag hat Friedrich Merz in der ARD-Sendung Brennpunkt von einem „stilvollen Regierungswechsel“ gesprochen. „Es ist ein ehrlicher Tag gewesen“, resümierte der neugewählte Bundeskanzler, der erstmals in einer zweiten Wahlrunde gewählt werden musste, weil es im ersten Durchgang keine absolute Mehrheit gegeben hatte.
Nur 310 Abgeordnete stimmten für den CDU-Politiker – obwohl die Koalition über 328 Mandate verfügt. Merz sprach in der ARD-Sendung dennoch von einem „Vertrauensbeweis“ von Union und SPD. Es habe zudem Kanzlerwahlen „mit sehr viel mehr abweichenden Stimmen aus den jeweiligen Koalitionen“ gegeben als jetzt, betonte Merz weiter.
Dennoch: Noch nie wurde ein Kanzler in der ersten Wahlrunde nicht gewählt – ein historischer Moment, der am Dienstag für eine stundenlange Unterbrechung der Sitzung sorgte. Erst durch die Stimmen der Linksfraktion konnte die Tagesordnung mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit geändert werden, sodass ein zweiter Durchgang noch am selben Tag möglich wurde. Auch die AfD stimmte für diese Fristverkürzung.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











