Nur wenige Tage nach der Absage der China-Reise von CDU-Bundesaußenminister Johann Wadephul ist bekannt geworden, dass Vizekanzler Lars Klingbeil statt seiner im November eine China-Reise bestreiten möchte. Er vermischt dabei ganz bewusst seine Rollen als Parteivorsitzender der SPD und Bundesfinanzminister in der Regierung und könnte die Koalition weiter spalten.
Die Konstellation ist pikant: Dem der Volksrepublik gegenüber eher kritisch auftretenden Wadephul wollten die Chinesen keine Gesprächspartner anbieten. Nur ein einziger Termin mit seinem chinesischen Amtskollegen war ihm bestätigt worden.
Ganz anders beim Bundesfinanzminister: Klingbeil wird nach einem Bericht der South China Morning Post, der größten englischsprachigen Zeitung Hongkongs, in erster Linie als Parteichef der Sozialdemokraten erwartet. In dieser Funktion soll er Gespräche mit der Kommunistischen Partei (KPCh) in Peking führen.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











