„Es ist unsere Pflicht, unsere Kinder in der Online-Welt zu beschützen, genauso wie wir es offline tun“, sagte Ursula von der Leyen. Am Mittwoch gab sie bekannt, dass die EU-App zur Altersverifikation technisch einsatzbereit sei und bald von allen EU-Staaten verwendet werden könne. Ein genaues Datum nannte sie nicht. Während sie die Anwendung lobte, verglich sie die App mit den Corona-Zertifikaten. Die Anwendung zur Altersverifikation soll den Zugang zu Webseiten wie TikTok oder Instagram für Kinder sperren können. Um sein Alter bestätigen zu lassen, muss ein Personalausweis, ein Reisepass oder eine Bankverbindung nachgewiesen werden.
Die App soll angeblich nur die Information weitergeben, wann die Person geboren wurde und ob sie dementsprechend alt genug sei, und keine weiteren Daten speichern. Die EU-Kommissionspräsidentin kündigte an, dass die App „vollständig anonym“ sei und Nutzer nicht nachvollziehbar sein sollen. Es handele sich um eine Open-Source-Anwendung, sodass auch weltweite Partner die App nutzen könnten.
Ursula von der Leyen zog in ihrer Ankündigung eine Parallele zur Corona-Pandemie: „Doch als wir die Lockdowns hinter uns ließen und Impfstoffe verfügbar wurden, entwickelte die Kommission in Rekordzeit – drei Monaten – die COVID-App, um uns dabei zu helfen, auf sichere Weise wieder in den Alltag zurückzukehren.“ Mit den Impfzertifikaten seien Flüge oder Konzertbesuche wieder möglich gewesen. 78 Länder auf vier Kontinenten hätten die App verwendet. „Und nun haben wir diesen Erfolg auf die App zur Altersüberprüfung übertragen. Sie folgt denselben Prinzipien, demselben Modell.“
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