Trauer in Neubrandenburg. Zumindest bei den Freunden der Regenbogenfahne, die bis vor wenigen Stunden noch am Bahnhof der Stadt im Wind flatterte. Sie wurde abgenommen, nachdem die Stadtvertreterversammlung das LGBTQ-Symbol an öffentichen Gebäuden der Stadt am Mittwoch verboten hatte. Nun fand eine Mahnwache für die verbannten Fahne statt, NIUS war vor Ort.
Das Verbot der Regenbogenflagge wurde am Mittwochabend in der Stadtvertreterversammlung beschlossen und hat umgehend für Aufruhr in der drittgrößten Stadt Mecklenburg-Vormpommerns gesorgt. Bürgermeister Silvio Witt (parteilos) kündigte nach dem Verbot seinen Rücktritt an. Er war für seinen aktivistisch anmutenden Einsatz für die queere Community im Vorfeld mehrfach in die Kritik geraten. Von linken und queeren Aktivisten wurde die heutige Mahnwache für die Flagge anberaumt.
Zur Mahnwache für die Regenbogenflagge erscheint Bürgermeister Witt am Freitag nicht. Es versammeln sich jedoch rund 150 Neubrandenburger am verwaisten Fahnenmast vor dem Bahnhofsgebäude: linke Aktivisten und Stadtvertreter, Mitglieder der queeren Community der Gegend, auch viele Normal-Bürger. Am offenen Mikrofon wird vor Faschismus gewarnt, mit Kreide werden Regenbögen auf den Asphalt gemalt.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











