Für die Demokraten war die Wahlnacht vor einer Woche eine Katastrophe. Die Präsidentschaft verloren sie gegen Donald Trump. Im Kongress verloren sie die Mehrheit im Senat, während in der anderen Kammer, dem Repräsentantenhaus, die Republikaner ihre Mehrheit verteidigen konnten. Schnell begannen in den linksliberalen Medien und bei demokratischen Politikern die Diskussionen über die Gründe der Niederlage.
Einige beschuldigten Harris; sie habe sich zu stark von der Arbeiterklasse entfernt. Manche sahen die Schuld bei den Wählern, insbesondere bei ethnischen Minderheiten. Bei Latinos und Schwarzen herrschten vermeintlich besonders patriarchale Frauenbilder vor. Wiederum andere sahen die Schuld bei Joe Biden, weil er sich nicht früh genug aus dem Wahlkampf zurückgezogen hätte (Apollo News berichtete).
Doch nun kommt parteiintern Kritik am Kernthema der US-Demokraten auf. Seit Jahren versuchen Obama, Harris und Co., durch Identitätspolitik geschickt Wahlen zu gewinnen. Das Konzept, das auch kurz als „Wokeismus“ bekannt ist, stellt die Identität verschiedener Gruppen vor das Individuum. Die Identitäten sind dabei in einer strengen Hierarchie der Unterdrückung eingeordnet, nach der politische und gesellschaftliche Entscheidungen getroffen werden sollen. Aufgrund dessen muss man sich außerdem extensiv um „politische Korrektheit“ bemühen.
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