Nach der Zustimmung des Sicherheitskabinetts hat nun auch die israelische Regierung „den Plan zur Freilassung der Geiseln gebilligt“, erklärte das Büro von Premierminister Benjamin Netanjahu in der Nacht auf Samstag. Das Abkommen soll am Sonntag in Kraft treten. Die Waffenruhe soll zunächst für 42 Tage gelten. Während dieser Zeit sollen 33 der insgesamt 98 verbleibenden Geiseln, die von der islamistischen Terrormiliz Hamas festgehalten werden, freikommen. Die ersten drei sollen bereits am Samstag freigelassen werden. Die Verhandlungen wurden durch die USA, Katar und Ägypten vermittelt.
Der Preis ist hoch. Im Gegenzug wird Israel 737 Gefangene aus den palästinensischen Gebieten freilassen, darunter viele Frauen. Eine erste Liste von mehr als 90 Häftlingen wurde bereits vom israelischen Justizministerium veröffentlicht. Zusätzlich wird der Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen wieder geöffnet. Israels Militär will sich während der Waffenruhe aus dicht besiedelten Gebieten zurückziehen. Des Weiteren sind pro Tag 600 LKW-Ladungen mit Hilfsgütern für den Gazastreifen vorgesehen.
Israels Staatspräsident Izchak Herzog zeigte sich erleichtert über die Zustimmung der Regierung. „Von ganzem Herzen umarme ich die Familien der Geiseln, insbesondere diejenigen, die wissen, dass ihre Lieben in der ersten Phase nicht zurückkehren werden“, erklärte er nach dem Beschluss des Sicherheitskabinetts.
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