Die ungarische Regierung hat nach monatelanger Blockade dem EU-Unterstützungspaket in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine grünes Licht gegeben. Die Regierung des abgewählten ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán stimmte demnach in Brüssel für das Darlehen, das der Ukraine dabei helfen soll, sich weiter gegen den russischen Angriffskrieg zu verteidigen und die damit verbundenen hohen Staatsausgaben abzufedern.
Zudem konnten die zuständigen Vertreter der EU-Länder ein weiteres Sanktionspaket gegen Russland auf den Weg bringen. Durch die Sanktionen sollen unter anderem die Einnahmen Russlands aus Gas und Öl weiter verringert werden. Zusätzlich sollen weitere russische Finanzinstitute vom internationalen Zahlungsverkehr ausgeschlossen und umfassendere Handelsbeschränkungen erlassen werden.
Das Paket wurde sowohl von Ungarn als auch von der Slowakei blockiert. Die Ukraine bewegte die beiden Länder unter anderem mit der Öffnung der russischen Druschba-Pipeline, die durch die Ukraine verläuft, dazu, dem EU-Paket letztendlich zuzustimmen. Durch die Pipeline soll russisches Öl durch die Ukraine wieder nach Ungarn und in die Slowakei geliefert werden.
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