Nachdem US-Präsident Donald Trump am Samstagmorgen die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro bekanntgab, bleibt die Lage unübersichtlich und die Zukunft des Landes ist unklar. Mit dem Wegfall Maduros besteht ein politisches Machtvakuum im lateinamerikanischen Staat. Das Militär, das lange die Machtbasis des Diktators sicherte und tolerierte, könnte gespalten sein. Für die Opposition ist dies die erste echte Chance seit Jahren, den kommunistischen Kurs des Landes endlich wenden zu können.
Sowohl Machado als auch González könnten unter den richtigen Bedingungen nach Venezuela zurückkehren und daran arbeiten, politisch wieder handlungsfähig zu werden. Erst vor Kurzem erklärte die Oppositionsführerin, dass der Übergang unumkehrbar sei. Der politische Sturz von Nicolás Maduro sei unvermeidlich, und sie wies Behauptungen zurück, der Tod des Diktators würde Venezuela in einen Bürgerkrieg nach syrischem Vorbild stürzen, wie The Guardian berichtete.
Maduro erklärte sich nach der Präsidentschaftswahl 2024 trotz massiver Betrugsvorwürfe zum Sieger. Laut Angaben der regierungskontrollierten Wahlbehörden erhielt Maduro 51,2 Prozent der Stimmen, während der wichtigste Oppositionskandidat Edmundo González Urrutia rund 44 Prozent erhielt. Die Opposition erkannte dieses Ergebnis jedoch nicht an und bezeichnete es als gefälscht und manipuliert. Laut unabhängigen Wahlbeobachtern und Medienberichten untergruben Maduros Anhänger die Behörden und verzerrten das Wahlergebnis. Unabhängige Zählungen von Wahlzetteln zeigten einen klaren Vorsprung González’ gegenüber Maduro. Mehrere Staaten, darunter die USA, Argentinien, Kanada und die Europäische Union, erklärten González Urrutia zum legitimen Präsidenten Venezuelas.
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