Nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag auf mehrere Personen in einer Bielefelder Bar ruft das Bündnis gegen Rechts für Samstag zu einer Demonstration auf, um ein Zeichen „gegen Hass und Hetze“ zu setzen. Unterstützt wird der Aufruf auch vom Cutie, vor dem sich die Tat ereignete. In dem Instagram-Posting heißt es: „Kein Platz für Rechtsextremismus. Nicht in Bielefeld. Nicht am Cutie. Nicht jetzt. Niemals.“
Am Abend des 18. Mai soll der 35-jährige Mahmoud Mhemed in der Großen-Kurfürsten-Straße mit einem Messer und einem Stockdegen auf Gäste der Clubs „Cutie“ und „Nummer zu Platz“ losgegangen sein. Fünf Menschen wurden verletzt, zwei davon lebensgefährlich. Im Rucksack des Täters entdeckte die Polizei weitere Waffen sowie brennbare Flüssigkeit.
Nach rund 42 Stunden auf der Flucht wurde Mhemed in einer leerstehenden Wohnung in Heiligenhaus festgenommen. Bei der Festnahme soll er sich mithilfe eines Übersetzungsprogramms zur Terrororganisation Islamischer Staat (IS) bekannt haben. Die Bundesanwaltschaft übernahm die Ermittlungen. Der Tatverdacht: versuchter Mord sowie gefährliche Körperverletzung in vier Fällen. Mhemed befindet sich in Untersuchungshaft. In der Unterkunft des Mannes fanden Ermittler Hinweise auf Kontakte zu polizeibekannten Islamisten. Zudem wurden handschriftliche Notizen mit Telefonnummern islamistischer Akteure sichergestellt.
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