Politischen Ideologen fällt es im Allgemeinen schwer, eigene Fehler einzugestehen. So ist es kaum verwunderlich, dass deutsche Politiker – ob in Berlin oder Brüssel – ein Problem damit haben, die Energiewende als das zu bezeichnen, was sie de facto ist: auf breiter Front gescheitert. Dabei hätte man seine Lehre ziehen können aus der jüngeren europäischen Geschichte. Zentral geplante komplexe Ökonomien scheitern an akkumulierten Ineffizienzen und Ressourcenfehlsteuerungen – Probleme, die nur freie Märkte langfristig in gesellschaftlich akzeptabler Weise lösen können.
Dass sich die grüne sozialistische Steuerungs- und Transformationswut ausgerechnet im Energiesektor, dem Fundament aller ökonomischen Tätigkeit einer Gesellschaft, austoben musste, ist tragisch, aber nun eine vollendete Tatsache, mit der wir umgehen müssen. Wirklich clevere Politik hätte das durch die Iran-Krise ausgelöste Chaos sowie die Verwirrung in den Medien nutzen können, um das selbstverschuldete Desaster wahlweise dem russischen Präsidenten Wladimir Putin oder dem ohnehin als „Bad Guy“ abgestempelten US-Präsidenten Donald Trump zuzuschieben.
Im Grunde genommen ist eine heimliche Kehrtwende bereits vollzogen. Denn was Ursula von der Leyen auf dem Atomgipfel in Paris andeutete, ist nichts weniger als ein indirektes Eingeständnis des Scheiterns der Energiewende und zugleich eine Art Notausstieg aus dem energiepolitischen Chaos mithilfe der Kernkraft.
DEUTSCHLAND: Klingbeil präsentiert Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2027 & Finanzplan bis 2030











