Nach dem Terror von Manchester: Pro-Pali-Märsche gehen unvermindert weiter

vor 9 Monaten

Nach dem Terror von Manchester: Pro-Pali-Märsche gehen unvermindert weiter
Bildquelle: Tichys Einblick

Nach dem Attentat auf eine Synagoge in Manchester am Donnerstag, dem jüdischen Feiertag Jom Kippur, wurden sechs Personen festgenommen, die eventuell ein radikal-islamisches Netzwerk bilden, dem auch der Täter angehörte. Unter den Festgenommenen ist eine konvertierte Britin (46), die außer Haus immer den Hidschab trägt und als „etwas naiv“ beschrieben wird, daneben ihr „asiatischer“ Mann (43) und ein 18-jähriges Mädchen. Zuvor waren schon zwei junge Männer in ihren Dreißigern und eine Frau in ihren Sechzigern festgenommen worden. Diese Festnahmen bleiben geheimnisumwittert. Nichts Näheres ist bekannt. Doch die Polizei glaubt, dass der Attentäter von einer „extrem islamistischen Ideologie“ beeinflusst worden sei.

Ein Teil des Landes scheint erschüttert angesichts der Terrortat gegen eine jüdische Gemeinde, ein anderer ganz und gar nicht. Am Samstag besuchte die Tory-Vorsitzende Kemi Badenoch den Ort des Geschehens. Aus dem Fortgang der Pro-Palästina-Proteste trotz des Terroranschlags von Manchester schloss Badenoch, dass die Proteste nur „ein Deckmantel für Antisemitismus“ seien. „Andernfalls hätte es am Donnerstag keine Proteste gegeben. Wenn ich zu einem bestimmten Thema protestieren will, und es gibt eine Gräueltat, auch eine, die nichts damit zu tun hat, würde ich sagen: ‚Wissen Sie was? Vielleicht nicht heute.‘ Das ist ihnen egal.“

In der Folge des Anschlags gibt es nun erstmals lautere Rufe nach einem Ende der Pro-Palästina-Märsche in Großbritannien, die ohne Zweifel ein neues Klima geschaffen haben und im Grunde Sympathiebekundungen mit dem Terror der Hamas gleichkommen. Auch Minister kommen deshalb nun in Bedrängnis. Justizminister David Lammy wurde mit Buh-Rufen, Spott und Gelächter an der Synagoge von Manchester empfangen. Einer der Anwesenden rief dem Minister zu: „Stoppen Sie die Märsche.“ Andere meinten: „Sie haben erlaubt, dass das passiert ist.“

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von Tichys Einblick

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von Tichys Einblick zu lesen.

Weitere Artikel