Die Berliner CDU verliert nach dem großflächigen Stromausfall im Südwesten der Hauptstadt leicht an Zustimmung und erreicht den niedrigsten Wert seit der vergangenen Abgeordnetenhauswahl. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Tagesspiegels hervor. Die CDU mit dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner liegt damit nur noch knapp vorn. Im September wird in Berlin bei der Abgeordnetenhauswahl entschieden, ob Wegner auch weiterhin sein Amt behalten wird.
Laut den Civey-Umfragen würden derzeit nur 22 Prozent der Befragten bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus für die CDU stimmen. Das entspricht einem Minus von einem Prozentpunkt im Vergleich zur vorherigen Umfrage Anfang Dezember 2025. Die Verfolger können das nicht nutzen: Auch die in den Umfragen zweitplatzierte Linke büßt leicht an Zustimmung ein. Sie verliert einen Prozentpunkt und kommt damit auf 17 Prozent. Damit liegt sie gleichauf mit den Grünen, die seit der letzten Umfrage um zwei Prozentpunkte gewinnen konnten und jetzt ebenfalls auf 17 Prozent steigen. Die AfD steht bei 16 Prozent. Die SPD, derzeit noch Koalitionspartner der CDU, liegt knapp dahinter bei 15 Prozent.
Auch die Werte des regierenden Senats sinken in den Keller: Laut Umfrage äußern sich inzwischen 79 Prozent der Befragten unzufrieden mit der Arbeit von CDU und SPD. Nur noch 15 Prozent bewerten das Bündnis positiv. Beide Werte markieren neue Negativrekorde; der Senat ist also so unbeliebt wie noch nie. Der massive Stromausfall infolge eines linksextremen Anschlags könnte dabei wesentlich zum negativen Bild der Berliner von ihrem Senat beitragen: In der Umfrage Anfang Dezember gaben noch drei Prozentpunkte weniger der Befragten an, mit der Arbeit unzufrieden zu sein. Der Anteil der Befragten, die die Arbeit der Koalition als gut einschätzen, sank sogar um vier Prozentpunkte von 19 auf 15 Prozent.
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