Der französische Präsident Emmanuel Macron will sich nach Ablauf seines Mandats im Jahr 2027 aus der Politik zurückziehen. Das offenbarte er am Donnerstag bei einem Besuch eines Gymnasiums in Zypern anlässlich des EU-Gipfels, der in Nikosia ausgetragen wird. „Ich war vorher nicht in der Politik und ich werde es auch danach nicht sein“, betonte er dabei.
Macron räumte ein, dass der schwierigste Teil in der Endphase seiner beiden fünfjährigen Amtszeiten darin bestand, ein Gleichgewicht zwischen der Verteidigung seiner Bilanz und dem Eingeständnis dessen zu finden, was „nicht funktioniert hat“. Das Schwierigste nach neun Jahren sei, „dass man das, was man gut gemacht hat, beibehalten und versuchen muss, noch weiter zu kommen“. Manchmal müsse man aber auch Dinge korrigieren, die „man falsch gemacht hat“, erklärte Macron.
Das Amt des französischen Präsidenten ist zwar nur auf zwei aufeinanderfolgende Mandate begrenzt, Macron könnte als Politiker dennoch weitermachen und spätestens 20232 wieder kandidieren. Dass er sich jetzt so klar äußert, war bisher nicht der Fall. Personen aus seinem Umfeld hegen jedoch Zweifel daran, dass Macron endgültig von der Bühne verschwinden wird, wie france24 berichtet. Demnach vermuten Beobachter und vertraute Personen, dass er womöglich eine Position als Chef des Internationalen Währungsfonds oder sogar der Europäischen Kommission anstreben könnte.
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