Ende Januar konnte offenbar ein mutmaßlicher Brandanschlag auf eine Wahlkampfveranstaltung mit Cem Özdemir vereitelt werden. Im Gebälk eines Fachwerkhauses, in dem die Veranstaltung stattfand, war ein Plastikröhrchen platziert und angezündet worden, das mit brennbarem Material gefüllt war, wie der Spiegel am Freitag berichtete. Das Holz war bereits verrußt und angekokelt, als die Flamme durch einen Personenschützer gelöscht wurde. In der Kelter in Metzingen befanden sich an dem Abend 400 Personen.
Der Staatsschutz und das Landeskriminalamt haben wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung die Ermittlungen aufgenommen. Denn es könnte ein politisches Motiv geben. Cindy Holmberg, eine grüne Landtagsabgeordnete, hatte die Flamme im Gebälk entdeckt. „Es sah gefährlich aus”, sagt sie. „Das brennende Röhrchen ist mit Absicht dort aufgestellt worden.” Cem Özdemir erfuhr erst nach der Wahlkampfveranstaltung von dem Vorfall. Er ist Spitzenkandidat der Grünen bei der anstehenden Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März.
„Zum Glück ist der brennende Gegenstand schnell gefunden worden”, sagt der Grünen-Politiker dem Spiegel. Das Ereignis habe ihn „sehr umgetrieben”. „Denn wo der offene Austausch angegriffen wird, steht die Basis unserer Demokratie auf dem Spiel.” Wahlkampf bedeute für ihn, vor Ort zu sein und das Gespräch mit den Menschen zu suchen. Er sei froh, dass die Polizei umsichtig gehandelt habe und der brennende Gegenstand schnell gefunden worden sei.
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