Muss Millionär Harald Schmidt wegen der Aktivrente für seine Traumschiff-Rolle keine Steuern zahlen?

vor 7 Monaten

Muss Millionär Harald Schmidt wegen der Aktivrente für seine Traumschiff-Rolle keine Steuern zahlen?
Bildquelle: NiUS

Ab 2026 sollen Rentner, die über die reguläre Altersgrenze hinaus arbeiten, bis zu 2.000 Euro im Monat steuerfrei zur Rente dazuverdienen dürfen. Die geplante Aktivrente, ein steuerlicher Anreiz, soll Menschen im Alter dazu bewegen, im Job zu bleiben. Entertainer Harald Schmidt zeigt nun aber eine Schwachstelle der CDU-Idee auf: Auch Millionäre wie er können von den geplanten Steuererleichterungen profitieren.

Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) sagte Schmidt: „Als ich von dem CDU-Projekt hörte, dachte ich zuerst, das ist ja sensationell, da zahl’ ich ja gar keine Steuern mehr. Dann lernte ich: Nein, das gilt nur für Leute, die auf Lohnsteuerkarte arbeiten. Ist natürlich blöd für mich, denn wenn ich abends irgendwo auftrete, spiel’ ich ja auf Rechnung. Doch plötzlich machte es bei mir Klick, und das Stichwort ‚Traumschiff‘ tauchte vor meinem inneren Auge auf. Beim ZDF muss ich auf Lohnsteuerkarte arbeiten. Das heißt, die ersten 2.000 Euro beim ‚Traumschiff‘ sind steuerfrei, und nur die restlichen 180 muss ich dann noch versteuern.“

Doch: Stimmt es wirklich, dass Journalisten, Moderatoren und andere Entertainer bei den öffentlich-rechtlichen Medien auf Lohnsteuerkarte arbeiten – selbst wenn sie nicht festangestellt sind? Dass die Einnahmen aus nichtselbständiger Beschäftigung stammen müssen, ist im Gesetzentwurf klar formuliert. Dort heißt es allerdings auch: „Die Steuerfreistellung erfolgt durch den Arbeitgeber mit dem Lohnsteuerabzug. Der Bruttoarbeitslohn wird für steuerliche Zwecke monatlich um 2.000 Euro gekürzt, nur der danach verbleibende Arbeitslohn ist zu versteuern.“

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