Alle etablierten Parteien werben um muslimische Wähler. Die Linke wird besonders belohnt: Unter Wählern aus dem islamischen Raum ist sie bei der Bundestagswahl mit 29 Prozent zur stärksten Partei geworden. Im stark migrantisch geprägten Berlin-Neukölln holte sie sogar ihr erstes Direktmandat im Westen – mit einem Kandidaten, der als Israel-Feind und Polizei-Hasser notorisch ist.
Mehr als 330.000 Menschen wohnen im Bezirk Neukölln im Süden der Hauptstadt, jeder Zweite hat hier Migrationshintergrund. Hier lebt auch die größte Gruppe von Auslands-Palästinensern. Kurz nach dem Hamas-Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 verteilten Islamisten hier Baklava und feierten das Massaker als „palästinensischen Widerstand“. Auf Demonstrationen wurde die Hamas glorifiziert und mit der „Befreiung Palästinas vom Jordan bis zum Mittelmeer“ die Vernichtung Israels gefordert.
In den sozialen Medien kursiert ein Video, das vor wenigen Tagen in einem Café am Neuköllner Hermannplatz aufgenommen wurde. Darin ist zu sehen, wie Dutzende Männer mit augenscheinlich muslimischem Migrationshintergrund auf einem Flachbildschirm an der Wand eine Ansprache des vermummten Sprechers der Al-Kassam-Brigaden der Hamas, Abu Obeida, auf einem arabischen Sender (wohl der libanesische Propaganda-Kanal „Al Mayadeen“) verfolgen. Der Terrorist preist das Märtyrertum, das offensichtlich auch in dem vollbesetzten Lokal gutgeheißen wird.
Hier hat die Linkspartei nun das erste Direktmandat außerhalb der ehemaligen DDR errungen. 30,0 Prozent der Erststimmen entfielen auf ihren Kandidaten Ferat Koçak. Auch die meisten Zweitstimmen sammelte die Partei dort ein: 25,3 Prozent, bei den Jungwählern sogar 41,23 Prozent.
Das Direktmandat holte Ferat Koçak, vorher Mitglied im Berliner Abgeordnetenhaus – wohl unter anderem, weil sich der Sohn türkischer Eltern mit den Palästinensern solidarisiert und ein Ende der deutschen Waffenexporte nach Israel fordert. Wohlfeil verurteilt er den Terror vom 7. Oktober und geht damit nicht so weit wie sein unvorsichtiger Parteigenosse Ramsis Kilani, der davon geschrieben hatte, dass der „antikoloniale Befreiungskampf“ der Palästinenser noch mehr brauche als „einen Mord an Israelis“ und nach einem Streit aus der Linken geworfen wurde.
Allerdings soll Koçak laut Tagesspiegel der „antiimperialistischen“ Gruppe „Marx21“ angehören, die den Terrorangriff am 7. Oktober 2023 als „Gegenschlag“ bezeichnet und seither das Blutbad rechtfertigt. Der Che-Guevara-Fan kritisiert Asylrechtsverschärfungen und fordert ein bedingungsloses Bleiberecht für alle illegalen Migranten. Klar, dass der Migrantifa-Politiker an den berüchtigten Gaza-Demonstrationen teilnimmt.
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