Die größte Gefahr für westliche Gesellschaften lässt sich aktuell auf 76 Seiten nachlesen und ist auf der Website des französischen Innenministeriums hochgeladen. „Frères musulmans et islamisme politique en France“, zu Deutsch: „Die Muslimbruderschaft und der politische Islam in Frankreich“, heißt das Schriftstück, das nicht weniger als Sprengstoff für die französische Gesellschaft bedeutet, weil es dem Land, das sich stets in der Tradition des Laizismus sah, eine schleichende Islamisierung attestiert, die in alle Lebensbereiche hineinwirkt.
Der Bericht, der von Innenminister Bruno Retailleau bereits vergangene Woche veröffentlicht wurde und sich auf Recherchen, Interviews und Nachforschungen von zwei hochrangigen Beamten stützt, beschwört ein regelrecht düsteres Szenario im deutschen Nachbarland: In dem Bericht werden „islamistische Ökosysteme“ und ein „Islamismus von unten“ analysiert. Es gehe um nicht weniger als die „Bedrohung des nationalen Zusammenhalts“ und eine „langfristige Transformation der französischen Gesellschaft“, die, wie die Autoren analysieren, auf Strukturen der Muslimbruderschaft zurückgeht.
Der französische Innenminister Bruno Retailleau
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