Auch nachdem Wolfram Weimer seine 50-Prozent-Beteiligung an seinem Verlag einem Treuhänder übertragen hat, gerät der Skandal-Staatsminister von Friedrich Merz (CDU) nicht aus den Schlagzeilen. Selbst aus regierungsfreundlichen System-Medien schlägt dem Merz-Vertrauten inzwischen ein scharfer Ton entgegen. Derweil liegt gegen den sogenannten Kultur- und Medienbeauftragten der Bundesregierung mindestens eine Strafanzeige wegen Korruption vor.
Der Berliner „Tagesspiegel“ giftet unter der Schlagzeile „Private Geschäfte mit Politiker-Konferenzen“ so ätzend wie bisher kein anderes Mainstream-Medium: „Im ‚Swinger-Club‘ von Wolfram Weimer gibt es keine Sünde.“
Autor Jost Müller-Neuhof, rechtspolitischer Korrespondent, kommentiert weiter: „Weimer und seine Group hatten offenkundig ein Problem damit, das Problem hinter dieser Kontaktanbahnung zu erkennen.“ Es sei der Eindruck entstanden, „dass ein Kulturstaatsminister daran beteiligt ist, wenn mit der Vermarktung seiner Kabinettskollegen Geld verdient wird. Dafür spielt es keine Rolle, ob der Ex-Chef Posten oder Stimmrechte aufgegeben hat. Es genügt, dass er Anteile für dieses Geschäftsmodell behält“, schreibt der „Tagesspiegel“, der bisher nicht als besonders regierungskritisches Blatt aufgefallen ist.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











