Der neue Oberbürgermeister in München ist der Grünen-Politiker Dominik Krause. Er löste mit 56,4 Prozent der Stimmen den langjährigen Amtsinhaber Dieter Reiter (SPD, 43,6 Prozent) ab. Für die SPD das bittere Ende einer Ära – sie stellte acht Jahrzehnte lang mit einer Ausnahme den Oberbürgermeister in der bayerischen Landeshauptstadt. Einer der bekanntesten Oberbürgermeister war Christian Ude (1993 bis 2014). In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung rechnet Ude mit seinem Nachfolger Reiter ab – und wirft seiner Partei vor, jedes Verständnis für die eigene Wählerschaft verloren zu haben.
NIUS dokumentiert wichtige Aussagen:
„Ich bin entsetzt über das Ausmaß der Niederlage – das schlechteste Kommunalergebnis der Münchener Kommunalgeschichte. Das darf doch nicht die Schlussbilanz der SPD in München sein. Nach dem Wiederaufbau der Stadt unter Thomas Wimmer, nach dem Triumph der Wiederwahl von Hans-Jochen Vogel mit 78 Prozent, nach der Popularität von Georg Kronawitter – und mit Verlaub: Am Ende meiner Amtszeit gab es 33 SPD-Stadtratsmitglieder, jetzt noch 15, also nicht einmal die Hälfte.“
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