Eigentlich sollte er im Verbund mit dem „Außenkanzler“ und seinem Amt Außenpolitik aus einem Guss machen. Doch seit Amtsantritt macht Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) eher Politik für den Ausguss. Die Scherze, die sie in der Union über den Außenminister machen, werden immer bitterer und böser.
Nannte man den aus Schleswig-Holstein stammenden Politiker in den eigenen Reihen bisher beim verhunzten Nachnamen „what a fool“ (engl.: was für ein Narr!), so hat Wadephuls jüngster Fauxpas vor allem bei der CSU das Fass zum Überlaufen gebracht. „Kurzfristig können sie nicht zurückkehren“, sagte Wadephul während seiner Syrien-Reise bei der Besichtigung zerstörter Stadtviertel und lieferte damit ministerielle Expertise allen deutschen Verwaltungsgerichten frei Haus, die jetzt oder demnächst über die Rückkehr syrischer Migranten zu entscheiden haben.
Im Hause von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) herrschte Fassungslosigkeit, als die ersten Meldungen mit dem Zitat über die Agenturen liefen. Auch Kanzler Friedrich Merz hatte während seines Türkei-Besuchs mit Präsident Erdogan über die Rückkehr deutscher Syrien-Flüchtlinge gesprochen.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











