In Deutschland läuft gewaltig etwas aus dem Ruder. Wer sich die Reaktionen auf den Mord an dem christlich-konservativen Influencer und Trump-Unterstützer Charlie Kirk in ihrer ganzen Bandbreite ansieht, wird von bösen Vorahnungen erfüllt: Offenen Jubel gibt es von linker Seite im Netz, in den „Qualitätsmedien“ ist an vielen Stellen Verständnis mit dem Killer spürbar. Kirk habe gewissermaßen die Früchte des von ihm selbst gesäten Hasses verabreicht bekommen.
„Tod eines Brandstifters“, titelte der Berliner Tagesspiegel, wobei schon „Tod“ den nicht ganz zutreffenden Eindruck erweckt, Kirk sei einfach nur gestorben. Dass ein „Brandstifter“ nicht sonderlich vermisst wird, versteht sich ebenfalls von selbst.
Bestes Beispiel für einen verstehenden Ungeist ist die Anmoderation von Dunja Hayali in der ZDF-Hauptnachrichtensendung „heute journal“. O-Ton: „Dass es nun Gruppen gibt, die seinen Tod feiern, ist mit nichts zu rechtfertigen. Auch nicht mit seinen oftmals abscheulichen, rassistischen, sexistischen und menschenfeindlichen Aussagen. Offensichtlich hat der radikal-religiöse Verschwörungsanhänger aber auch genau damit einen Nerv getroffen.“
Was auf raffiniert verwinkelte Weise Verständnis für den Mord verbrämen soll, lässt einen giftigen Grundgeist in den deutschen Debatten aufscheinen: Wer aus politischen Gegnern gewissermaßen Todfeinde („Nazis“) der Demokratie macht, die ihrerseits den Tod, wenn nicht verdient, so doch provoziert haben, der bricht Brücken ab, die in einer Demokratie niemals brechen dürfen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











