Modernisierungs-Desaster: Die Deutsche Bahn droht an der Digitalisierung zu scheitern

vor 7 Monaten

Modernisierungs-Desaster: Die Deutsche Bahn droht an der Digitalisierung zu scheitern
Bildquelle: Apollo News

Erst vor Kurzem sorgte eine Software-Umstellung in Köln für Aufsehen. Die geplante Inbetriebnahme eines neuen elektronischen Stellwerks führte dazu, dass der Kölner Hauptbahnhof für zehn Tage nahezu vollständig gesperrt wurde.

Der Großteil der Fernverkehrszüge wurde im Zeitraum vom 14. bis 24. November über den Bahnhof Köln-Deutz umgeleitet. Zudem entfielen zahlreiche Verbindungen. Auch der Regionalverkehr war betroffen: Dort kam es gleichermaßen zu Streckenänderungen und teilweisen Ausfällen. Lediglich der S-Bahn-Betrieb lief größtenteils regulär weiter. Rund 1.300 Züge halten täglich am Kölner Hauptbahnhof. Nach offiziellen Angaben waren demnach Hunderttausende Bahnreisende von der Sperrung betroffen.Ein Sprecher der Deutschen Bahn begründete die Maßnahmen in einer Stellungnahme wie folgt: „Für die wichtige Inbetriebnahmephase ist eine Vollsperrung der Regional- und Fernverkehrsgleise im Kölner Hbf unvermeidlich.“

Grund für die Umstellung auf das neue digitale Stellwerk, die nach Angaben der Deutschen Bahn einer „Operation am offenen Herzen“ gleichkommt, sind vor allem die Probleme, die das alte Stellwerk aufwies. Nachdem die störanfällige Technik in der Vergangenheit immer wieder zu erheblichen Verspätungen und Zugausfällen geführt hatte, waren die Erwartungen groß: Das neue elektronische Stellwerk sollte nach der Sperrpause für deutlich mehr Stabilität sorgen und einen reibungslosen Ablauf im Bahnverkehr garantieren.

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