Die kanadische Oppositionspolitikerin Leah Gazan von der linken New Democratic Party hat mit der Verwendung einer extrem langen und sperrigen Abkürzung für Irritationen gesorgt. Gazan sprach bei einer Pressekonferenz am Mittwoch konkret von „MMIWG2SLGBTQQIA+“-Personen.
Hinter der Buchstabenfolge steckt die Formulierung „Missing and Murdered Indigenous Women, Girls, Two-Spirit, Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Queer, Questioning, Intersex and Asexual people“. Gemeint sind damit „Vermisste und ermordete indigene Frauen, Mädchen, Two-Spirit-Personen, lesbische, schwule, bisexuelle, transgeschlechtliche, queere, geschlechtlich unsichere, intergeschlechtliche und asexuelle Menschen“.
Anlass der Pressekonferenz war, dass der kanadische Premierminister Mark Carney umfangreiche Fördermittel für identitätspolitische Inklusionsprogramme hat auslaufen lassen. Gazan wirft Carney deshalb vor, nicht in ausreichendem Maße „gegen den andauernden Genozid an MMIWG2SLGBTQQIA+ vorzugehen“. Es sei im „nationalen Interesse“, so Gazan, „das Leben, die Sicherheit, den Schutz und die Würde indigener Frauen, Mädchen und 2SLGBTQQIA+-Personen“ zu gewährleisten. Für die von Carney verhängten Einsparungen müssten die betroffenen Personengruppen bezahlen, weil sie nach wie vor durch Gewalt gefährdet seien.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











