Das Kerosin in Europa wird knapp – und teuer. Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat deshalb vor Ausfällen pünktlich zum Sommerurlaub gewarnt. „Zum jetzigen Zeitpunkt können wir auch Flugstornierungen noch nicht ausschließen“, sagte der Ryanair-Manager Marcel Pouchain Meyer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland und verwies auf hohe Rohstoffpreise infolge des Irankriegs.
„Wir sehen die Situation mit großer Besorgnis“, erklärte er weiter, beschwichtigte jedoch auch: 80 Prozent der benötigten Treibstoffmenge für den Zeitraum bis Ende März 2027 habe sich die irische Airline über Hedging, eine Risikomanagementstrategie, zum Festpreis gesichert. „Aber 20 Prozent Unsicherheit sind immer noch da“, warnte der Manager weiter. Noch dazu ist der Preis auch von der Verfügbarkeit abhängig – und auch hier gibt es Fragezeichen.
Zuletzt hatte eine Meldung aus Italien für Aufsehen gesorgt: An einigen Flughäfen sollte die Kerosinausgabe rationiert werden (mehr dazu hier). Zwar beschränkt sich diese Maßnahme auf den Anbieter Air BP Italia, doch auch Pierluigi Di Palma, Präsident der italienischen Luftfahrtbehörde Enac, schlug für die vier betroffenen Flughäfen Alarm: Die Flugzeuge sollten bestmöglich vor der Landung betankt werden, weil das Kerosin in den Treibstofflagern sonst nicht reichen würde.
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