Das Vertrauen der Deutschen in Staat, Politik und Medien ist in den vergangenen Jahren spürbar gesunken. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Befragt wurden gut 1000 Wahlberechtigte zwischen dem 22. November und dem 4. Dezember.
Besonders deutlich verliert die Bundesregierung an Rückhalt: Nur noch 28 Prozent der Bevölkerung vertrauen ihr „sehr“ oder „ziemlich“ – 20 Punkte weniger als noch 2021. Auch das Parlament steht schlechter da: Dem Bundestag sprechen derzeit 36 Prozent ihr Vertrauen aus, vor vier Jahren waren es noch 46 Prozent. Am kritischsten sehen die Bürger jedoch die Parteien: Ihr Vertrauenswert ist von 22 auf 17 Prozent gesunken und bleibt damit auf einem dauerhaft niedrigen Niveau.
Auch die Medien verlieren weiter an Ansehen. Vertrauten ihnen 2021 noch 39 Prozent der Befragten, sind es nun nur noch 22 Prozent. Betroffen sind dabei sowohl klassische Angebote wie Zeitungen, Radio und Fernsehen als auch Online-Medien. Der deutliche Rückgang legt nahe, dass sich eine grundsätzliche Skepsis gegenüber der Berichterstattung, insbesondere bei kontroversen Themen, verfestigt hat.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











