Bei Miosga: Alice Weidel zerstört das Tribunal

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Bei Miosga: Alice Weidel zerstört das Tribunal
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Wie sehr kann eine Moderatorin scheitern? Caren Miosga: Ja, hier! An diesem Abend wird deutlich: Miosga kann nur Schlagzeilen. Und Spickzettel. Doch obwohl ihre Redaktion sie mit einer ganzen Batterie an Zitaten und Einspielern versorgt hat, scheitert die Moderatorin grandios. Denn die AfD-Co-Chefin hat einen entscheidenden Vorteil: Sie ist vorbereitet. Ganz ohne Spickzettel. Weidel lässt Miosga auflaufen.

Miosgas Hauptargument ist immer noch, dass niemand mit der AfD zusammenarbeiten will. Eigentlich ein bisschen dünn nach den Ereignissen der vergangenen Woche, als die Brandmauer erstmals einstürzte und dann rasch wieder aus Trümmern aufgebaut wurde. Dennoch sagt Miosga: „Sie stehen ohne Machtoption da.“ Weidel beurteilt die Lage anders: „Naja, das weiß man ja noch gar nicht.“ Dass die AfD sogar dem Antrag zugestimmt hat, in dem sie von der CDU ostentativ verunglimpft wurde, erklärt sie trocken: Das sei „ein komplettes Kasperltheater“. Die CDU habe Forderungen der AfD übernommen, die sie sieben Jahre lang abgelehnt habe. Deshalb stimme die AfD selbstverständlich trotzdem zu, denn „uns geht es um dieses Land“. Miosga versucht vergeblich, der AfD daraus einen Strick zu drehen. Weidel: „Das ist natürlich eine Parteitaktiererei gewesen, um die AfD dazu zu bewegen, nicht zuzustimmen. Das ist totaler Quark. Wir machen so einen Quatsch nicht mit.“

Die Forderungen, die Friedrich Merz nicht einmal in der eigenen Union durchsetzen konnte, fasst Weidel zusammen: „Wir wollen einen Richtungswechsel in der Migrationspolitik. Wir wollen gesicherte Grenzen haben, und wir wollen, dass Illegale zurückgewiesen werden. Wir wollen, dass dieser Kontrollverlust endlich aufhört, und die Menschen in diesem Land wollen das auch.“ Sie spricht ruhig und gefasst. Das macht Miosga erkennbar fertig.

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