Hohe Energiekosten, zunehmende Bürokratie sowie Regulierungen auf Bundes- und EU-Ebene setzen deutschen Bauern erheblich zu. Besonders stark negativ wirkt sich jedoch der kontinuierlich steigende Mindestlohn aus. Heimische Spargelbauern äußern inzwischen deutliche Kritik und fordern Ausnahmeregelungen.
Die Erhöhung des Mindestlohns zum 1. Januar auf 13,90 Euro sei „eine Riesen-Herausforderung“, erklärte der Vorsitzende des Spargelvereins Beelitz, Jürgen Jakobs, in einer Stellungnahme in den sozialen Medien. Beelitz ist einer der bekanntesten Orte für den Spargelanbau in Deutschland. Vor diesem Hintergrund wird die Stadt in Brandenburg offiziell – unter anderem auf Ortsschildern – als „Spargelstadt“ bezeichnet.
„Das sind enorm steigende Kosten, und wir wollen ja unseren Spargel trotzdem so anbieten, dass die Bürger ihn auch kaufen können und wollen“, führte Jakobs aus. Vor diesem Hintergrund machen sich die Landwirte des Spargelvereins nun für eine Sonderregelung beim Mindestlohn für Saisonarbeitskräfte stark – einen sogenannten differenzierten Mindestlohn. Demnach sollen für diese Beschäftigten lediglich etwa 80 Prozent des regulären Mindestlohns gelten. Nach Einschätzung von Jürgen Jakobs sei dieser Schritt dringend erforderlich und „würde helfen, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.“
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