„Es ist klar, dass wir weitere Pandemien erleben werden“, hielt Karl Lauterbach am Sonntag im Rahmen des Weltgesundheitsgipfels (World Health Summit) fest – das von Sonntag bis Dienstag in Berlin abgehaltene Treffen sollte vor allem eines bewirken: Geld von so vielen Ländern wie möglich für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu sammeln. Wenig verwunderlich sprach dementsprechend auch Entwicklungsministerin Svenja Schulze. Bundeskanzler Olaf Scholz und sogar Bill Gates warnten zudem eindringlich vor künftigen Gesundheitsnotständen sowie dem Klimawandel – und versprachen hunderte Millionen Euro Unterstützung für die WHO.
Immer wieder ging es auch um Impfstoffe: Die WHO wird in den nächsten Jahren voraussichtlich 40 Millionen Leben retten können, „weil es mehr Impfstoffe gibt, die gegen schwere Krankheiten helfen“, meinte beispielsweise Scholz am Montagabend. Dazu werde auch beitragen, dass „ausschlaggebende Daten gesammelt werden“. Was genau der Bundeskanzler damit meinte, blieb offen.
Klar ist aber: Die im vergangenen Mai beschlossene Novellierung der internationalen Gesundheitsvorschriften (IHR) sieht einen intensiven Austausch von Gesundheitsdaten zwischen den 194 WHO-Mitgliedsstaaten vor. Scholz lobte diesen Vorstoß. Zum Ende seiner Rede verkündete der SPD-Politiker gar, Deutschland werde die WHO mit mindestens 360 Millionen Euro für die nächsten wichtigen Schritte unterstützen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











