Ein vertraulicher Bericht der Bundespolizei, der der Welt vorliegt, zeigt eine Entspannung der Migrationslage an den deutschen Grenzen. Die Zahl der Asylanträge in Deutschland sank im ersten Quartal 2026 um 23 Prozent auf 28.922. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland damit nur noch auf Platz vier hinter Frankreich, Spanien und Italien.
Der Rückgang geht dem Bericht zufolge allerdings nicht in erster Linie auf deutsche Maßnahmen zurück. Zwar verweist die Bundespolizei auf den strengeren Kurs der Bundesregierung, die fortgesetzten Grenzkontrollen sowie den seit Juli 2025 ausgesetzten Familiennachzug. Insbesondere die Wirkung der Grenzkontrollen wird jedoch als begrenzt beschrieben, weil zurückgewiesene Migranten häufig erneut versuchen, nach Deutschland einzureisen.
An den deutschen Landgrenzen wurden 2025 insgesamt 34.463 Personen zurückgewiesen. Die Zahl der Tatverdächtigen wegen unerlaubter Einreise oder unerlaubten Aufenthalts sank um 32 Prozent auf 165.399 Fälle. Rückgänge gab es laut Bericht nahezu an allen Grenzen. Ausnahmen bildeten Frankreich und die Niederlande, wo die Zahlen anstiegen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











