Microsoft war gestern, morgen ist Macrohard – Gründerzeit ohne Europa

vor 8 Monaten

Microsoft war gestern, morgen ist Macrohard – Gründerzeit ohne Europa
Bildquelle: Tichys Einblick

Die Botschaft für die U60 heißt: Der Tod des grünen Blobs ist der KI-Hype. – Für die Ü70: Statt Windräder zu bauen und zu hoffen, durch eine technizistische Mentalität das Klima zu „reparieren“, setzt sich die Einsicht durch, bei Hochwasser Deiche zu bauen und bei Dürren auf verbesserte Infrastruktur zu setzen.

Marco Gallina hat den Ausstieg von Investmentriesen wie JPMorgan und Blackrock von 14 Billionen Dollar aus dem Klimageschäft 2024 als Wendepunkt markiert – weit vor der nun von Bill Gates eher späten PR-Rakete seines Wechsels zur Atomenergie und anderen Geschäftsfeldern, die er für lukrativer hält. Das neue KI-Unternehmen „Macrohard“ von Elon Musk lässt Gates alt aussehen. Was Musk mit „Macro“ und „Hard“ statt „Micro“ und „Soft“ narürlich provoziert.  – also statt klein und weich eben groß und hart. Nimmt man die Asien-Reise-Woche von Donald Trump (bei Xi) dazu, die dem Triumphzug eines Imperators gleicht, und von der er Billionengeschäfte für MAGA nach Hause bringt, ist das Bürokratie-Gebilde EU auf der Weltkarte gar nicht mehr wahrnehmbar. Wie in den 1920ern ist Gründerzeit und verpassen Berlin wie Paris den Anschluss, verglüht London nach dem Verlust des Empire damals nun in einem importierten Bürgerkrieg.

Ein Signal von anderem Gewicht reiht sich ein in die Zeitenwende der 2020er. Die deutsche Influencerin Naomi Seibt – „Anti-Greta“ – hat in den USA Asyl beantragt. Die 25-Jährige sagte Fox News, sie fühle sich in Deutschland wegen ihrer politischen Ansichten verfolgt. Der BND überwache sie, Morddrohungen erhalte sie aus dem Antifa-Milieu. Eine Rückkehr nach Deutschland halte sie daher für „lebensgefährlich“. Eine deutsche Aktivistin, die politischen Schutz in Amerika sucht,  weckt nicht nur beim Historiker Erinnerungen an die 1920er Jahre.

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