Eine neue INSA-Umfrage zeigt, dass das Vertrauen in die seit gut einem halben Jahr regierende schwarz-rote Koalition einen neuen Tiefpunkt erreicht hat. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz verliert weiter an Rückhalt. Doch trotz der wachsenden Unzufriedenheit im Land bleiben die Kräfteverhältnisse in der Sonntagsfrage nahezu unverändert. Das Bild einer verunsicherten, aber politisch festgefahrenen Wählerschaft zeichnet sich immer klarer ab.
Laut der aktuellen Erhebung sind 67 Prozent der Befragten unzufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung – so viele wie nie zuvor in der bisherigen Amtszeit. Nur 22 Prozent äußern Zustimmung, zwei Punkte weniger als noch am 7. November. Dieser Abwärtstrend spiegelt sich auch in der Bewertung des Kanzlers wider: Nur noch 25 Prozent halten seine Arbeit für gut, gegenüber 27 Prozent bei der letzten Befragung.
Damit setzt sich eine Entwicklung fort, die bereits seit Monaten sichtbar ist. Schon im Frühjahr zeigten mehrere Umfragen, dass die anfängliche Aufbruchsstimmung nach Regierungsbildung schnell verflogen war. Im März, Juni und September lag die Zufriedenheit mit der Koalition deutlich unter den Erwartungen. Konflikte über Miassenzuwanderung, Energiepolitik und Sparmaßnahmen im Bundeshaushalt hatten die Stimmung zusätzlich belastet. Dass nun ein neuer Tiefpunkt erreicht wurde, kommt daher nicht überraschend – er bestätigt den kontinuierlichen Vertrauensverlust der vergangenen Monate.
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