Als hätten Medien wie in diesem Fall die Welt noch nie gehört, dass ein, zwei Umfragen-Prozentpunkte nichts bedeuten, leiert das Blatt wieder einmal die Litanei herunter – in der Erwartung, dass es immer noch genug Bürger gibt, bei denen die ständige Wiederholung schon wirkt?
Überschrift: „Bester Wert für die SPD seit einem Jahr – Abstand zur Union schmilzt“ Text: „… zwei Monate vor der Wahl liegt die Union zwar noch weit vorn. Doch der Vorsprung zur SPD schmilzt … Die Sozialdemokraten … kommen … auf 17 Prozent – das ist ein Prozentpunkt mehr als vor einer Woche und ihr bester Insa-Wert seit über einem Jahr … Die Grünen verlieren im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt und stehen jetzt bei 11 Prozent …“ – Prozentpunkte-Tausch zwischen SPD und Grünen bedeutet außer der Frage nichts, ob Großtransformator Habeck Rotschwarz von außen oder Schwarzrotgrün von innen kommandiert.
Anders ist das Signal aus Hamburg, dem früheren Wirkungsort von SPD-Scholz, und einem Teil Deutschlands, in dem Wahlen traditionell weil strukturell stets günstiger für Rotgrün ausgingen. Der Vergleich zur letzten Bundestagswahl sagt auch mehr als der zur Vorwoche: Rotgrünrot acht Prozentpunkte weniger.
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