Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat beim politischen Aschermittwoch die deutsche Energiepolitik attackiert. „Die Energiewende, wenn wir sie jetzt nicht korrigieren, bringt uns um“, sagte er in einer durchgehend ernst gehaltenen Rede.
Mit Ironie kommentierte Merz jüngste Vorschläge zum Ausbau erneuerbarer Energien. Es sei eine „fundamentale neue Erkenntnis, dass derjenige, der etwas produziert, auch Abnehmer braucht“. Einspeisevergütungen dürften nur dann gezahlt werden, „wenn tatsächlich auch der Strom produziert wird, einen Abnehmer findet“. Das sei lediglich „eine kleine Korrektur in einem Energieversorgungssystem, das zu teuer geworden ist“.
Grundsätzlich stellte Merz die derzeitige Ausrichtung der Energiewende infrage. „Es ist der falsche Weg zu glauben, man könnte alles nur mit Licht und mit Sonne und Wind machen.“ Vieles gehe, „aber es geht nicht alles“. Deutschland brauche „grundlastfähige Stromerzeugung“, deshalb würden wieder neue Kraftwerke gebaut.
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