Merz sagt Norwegen-Reise ab – Krisengespräch in Brüssel soll belgische Reparations-Blockade lösen

vor 7 Monaten

Merz sagt Norwegen-Reise ab – Krisengespräch in Brüssel soll belgische Reparations-Blockade lösen
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Bundeskanzler Friedrich Merz hat seine für Freitag geplante Reise nach Norwegen kurzfristig gestrichen und stattdessen ein Krisentreffen in Brüssel angesetzt. Wie ein Regierungssprecher bestätigte, wird Merz am Freitagabend mit dem belgischen Premierminister Bart De Wever sowie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zusammenkommen.

Thema ist der anhaltende Widerstand Belgiens gegen die Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte für ein EU-Reparationsdarlehen an die Ukraine. Die kurzfristige Änderung der Pläne hat direkt zur Absage der Norwegen-Reise geführt, bestätigte auch ein Sprecher des Kanzlers.

Die Zeit drängt: Bis zum EU-Gipfel am 18. Dezember soll entschieden werden, ob die über 200 Milliarden Euro an russischen Staatsvermögen, die seit Kriegsbeginn eingefroren sind, zur Finanzierung eines milliardenschweren Kredits an die Ukraine eingesetzt werden können. Der Großteil dieser Gelder – rund 185 Milliarden Euro – liegt bei Euroclear in Belgien, was das Land in eine zentrale Rolle bringt.

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