Bundeskanzler Merz hat sich seinen nächsten diplomatischen Fauxpas geleistet: Am Freitag sprach der Kanzler vor jungen Menschen auf dem Katholikentag und ging mit den USA unter der Trump-Regierung hart ins Gericht. Er sei zwar ein großer Bewunderer Amerikas – „Meine Bewunderung nimmt im Augenblick nicht zu“, betonte Merz im Hinblick auf Trump.
Außerdem meinte der Kanzler: „Ich würde meinen Kindern heute nicht empfehlen, in die USA zu gehen, dort ausgebildet zu werden und dort zu arbeiten, einfach weil sich dort plötzlich ein gesellschaftliches Klima entwickelt hat“
Merz hat sich nicht nur deutlich von dem mächtigsten Mann der Welt distanziert – später versuchte er öffentlich, ein völlig anderes Bild abzugeben: Nur wenige Stunden nach seinen harten Worten in Richtung Washingtons telefonierte der Kanzler mit dem US-Präsidenten und setzte angesichts seiner Kritik einen Beitrag auf X ab: „Gutes Telefonat mit Donald Trump auf seiner Rückreise aus China. Wir sind uns einig: Iran muss jetzt an den Verhandlungstisch. Die Straße von Hormus muss geöffnet werden. Teheran darf keine Nuklearwaffen haben.“
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