Bundeskanzler Friedrich Merz sprach am Donnerstag in Davos auf dem World Economic Forum (WEF). In seiner Rede stellte er drei Punkte in den Mittelpunkt, die für Europa gelten müssten: Sicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Einheit. Diese Punkte müssten in einer Welt gestärkt werden, deren „alte Ordnung sich in atemberaubendem Tempo auflöst“, so Merz.
Deutschland stünde vor einer „tektonischen Verschiebung“, die tiefgreifende Auswirkungen auf die internationale Ordnung hätte. „Wir sind in eine Ära der Großmachtpolitik eingetreten“, sagte der Bundeskanzler. Die internationale Ordnung der vergangenen drei Jahrzehnte, die im Völkerrecht verankert war, war „nie perfekt“, so Merz. Die Grundlage dieser Ordnung sei nun jedoch erschüttert. Diese „neue Welt der Großmächte“ basiere auf Stärke und Macht – es sei „kein gemütlicher Ort“ mehr.
Es sei nun die Zeit für klaren Realismus, und man müsse „der harten Realität ins Auge sehen“. Die Zukunft könne nämlich gestaltet werden; dafür bedürfe es entschlossenen Handelns – „wir dürften uns nicht länger allein auf die Kraft unserer Werte verlassen“, so Merz. Die wahre Stärke Europas läge auf drei Säulen: Sicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Einheit. Hier müsse rasch investiert werden, und die Europäer sollten nun näher zusammenstehen.
PUTINS KRIEG: Heftige Angriffe vor Nato-Gipfel! Russland feuert massiv auf Ukraine I WELT LIVESTREAM











